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Ihr Ratgeber über das Schleifen

Holz nach dem Schleifen reinigen: So machen Sie es richtig

Nicht bei jeder Bearbeitung jedes Materials ist es wichtig, die Oberfläche danach zu reinigen – beim Schleifen von Holz hingegen schon. Tun Sie es nicht, können im weiteren Verlauf Probleme entstehen, die Ihnen das Leben schwer machen können. In diesem Artikel erkläre ich daher, welche das sind, wie Sie Holz nach dem Schleifen reinigen und was Sie dazu alles verwenden können.

Warum ist es wichtig, Holz nach dem schleifen zu reinigen?

Wenn Sie Holz abschleifen, entsteht Schleifstaub. Dieser ist meist eine Mischung von kleinen Holzpartikeln aber auch der Körnung des Schleifpapiers, dass sich mit der Zeit natürlich auch abnutzt. Wenn Sie mit dem Schleifen fertig sind, wird sich dieser Staub teilweise neben aber auch auf der Holzoberfläche verteilen. Je nach Staubaufkommen kann es ziemlich schmutzig werden.

Es gibt eine Reihe von Gründen, weshalb der Schleifstaub auf der Holzoberfläche entfernt werden sollte:

  • War es der letzte Schliff und wollen Sie danach streichen, würde sich der Schleifstaub mit Grundierung/Lack/Lasur oder was auch immer vermischen und gäbe kein schönes Bild ab. Außerdem würde das verhindern, dass zum Beispiel Lack deckend aufgetragen wird.
  • Zwischen dem Schleifen unterschiedlicher Körnungen sollte Schleifstaub ebenfalls entfernt werden, da Sie in der Regel mit den Körnungen immer feiner werden und die gröberen Teile, die auf der Oberfläche liegen, stören.
  • Sie sollten auch immer Zwischendurch (also während dem Schleifen) den Staub entfernen, damit das Ergebnis besser wird und Sie auch effizient arbeiten können und schnell vorankommen.
  • Entfernen Sie den Schleifstaub immer wieder, haben Sie einen besseren Blick auf die bereits geschliffene Oberfläche.

Sie müssen es aber natürlich nicht übertreiben. Meist reicht es meiner Erfahrung aus, wenn Sie ab und an die Oberfläche abpusten und nach einem Schleifvorgang eine gründlichere Reinigung durchführen. Am wichtigsten ist es, dass die Oberfläche sauber ist, bevor Sie die Oberfläche streichen.

Diese Möglichkeiten haben Sie

Um den Schleifstaub zu entfernen stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

Absaugen

Mit einem Staubsauger oder Handsauger können Sie sehr effizient die Oberfläche nach dem Schleifen reinigen. Achten Sie aber in jedem Fall darauf, dass am vorderen Ende eine Bürste mit weichen Borsten montiert ist. Harte Borsten oder keine Borsten können dazu führen, dass die Oberfläche zerkratzt bzw. beschädigt wird.

Holz absaugen

Verwenden Sie zum Absaugen in jedem Fall einen Aufsatz mit weichen Borsten.

Im übrigen ist es generell nie verkehrt mit einem Schleifgerät zu arbeiten, das eine Absaugung integriert hat. Alle Modelle haben das freilich nicht – wie zum Beispiel der Winkelschleifer. Mit ihm wird es schwer, den Staub gleich abzusaugen.

Allerdings gibt es Alternativen, wie zum Beispiel den Exzenterschleifer, der manchmal eine Staubbox integriert hat (beispielsweise dieses Modell: Exzenterschleifer Makita BO5031*). Diese kann den Staub aufnehmen, der über die Löcher an der Geräteunterseite abgesaugt wird. Grundvoraussetzung: Sie verwenden Schleifscheiben, die auch diese Löcher haben.

Staubbox

Eine Staubbox ist recht praktisch und eine ideale Alternative zu einer echten Absaugung.

Wegpusten/Wegblasen

Sie können den Schleifstaub mit der Luft der eigenen Lunge wegpusten. Das kann allerdings bei größeren Oberflächen sehr anstrengend sein. Zudem ist es meistens so, dass Sie kaum die gesamte Oberfläche erreichen. Ich mache das eigentlich immer nur zwischendurch und punktuell dort, so ich gerade schleife – so ähnlich, wie beim Sägen mit der Stichsäge, wo ich ebenfalls immer den Staub wegblase, damit ich die Anrisslinie sehe.

Abbürsten

Auch mit einer Handbürste können Sie Holz nach dem Schleifen reinigen. Dabei gilt ebenfalls: Verwenden Sie nur Bürsten mit weichen Borsten. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Bürste, die Sie benutzen, nicht schmutzig ist. Beispielsweise sollten Sie nie eine weiche Schuhbürste nehmen, wenn darauf Reste von Schuhputzmitteln drauf sind. Der Effekt wäre kaum positiv – die Oberfläche würde sich verfärben und die Farbreste in das Holz eingearbeitet.

Holz abbürsten

Mit einer zu harten Bürste könnten Sie das Holz zerkratzen. Wenn das passiert, war der Schleifprozess quasi umsonst und Sie müssen noch einmal drüber gehen.

Abwischen

Eine dritte Option ist das Abwischen der Oberfläche. Das kann trocken aber auch nass erfolgen. Wobei ist empfehle zuerst immer trocken abzuwischen und erst in einem zweiten Schritt nass drüber zu gehen. Wenn Sie nass wischen, schlagen Sie übrigens gleich zwei Fliegen mit einer Klappe:

Die Oberfläche wird sauber und Sie erzielen damit den Effekt, dass sich die Holzfasern aufstellen. Diese können Sie in einem nächsten Schritt abschleifen und damit ein sehr gutes und sauberes Oberflächenbild erzeugen. Mehr dazu erfahren Sie übrigens hier: Holz wässern und schleifen.

Passen Sie darauf auf, nicht zu nass zu wischen. Es heißt nämlich nicht, dass das gesamte Stück Holz tief ins Wasser getaucht werden muss. Das abwischen mit einem Schwamm oder Tuck mit ein wenig Wasser reicht in der Regel aus, um die Oberfläche zu reinigen und zu befeuchten.

Einwässern der Oberfläche

Das feuchte Abwischen erfolgt nach dem Trockenwischen in einem zweiten Schritt. Vorteil dabei: Die Fasern stellen sich auf und können im nächsten Schritt abgeschliffen werden.

Fehlervermeidung: Das kann alles passieren

Hier möchte ich noch kurz zusammenfassen, was alles passieren kann, wenn Sie die Oberfläche nicht oder zu wenig reinigen:

  • Schleifreste haften sich in nachfolgenden Anstrichen fest und ergeben ein unsauberes Bild.
  • Lacke haften nicht so gut an der geschliffenen Oberfläche.
  • Der Schleifstaub behindert beim Schleifen selbst und macht diesen Prozess etwas ineffizient.
  • Es ist ständig schmutzig und staubig – was mir beim Arbeiten keine Freude bereitet.

Zudem gebe ich Ihnen den Tipp, wann auch immer es möglich ist, nicht in geschlossenen Räumen zu arbeiten. Ich weiß, das ist oft schwer aber gerade im Frühling, Sommer und Herbst ist das Schleifen im Freien durchaus eine Option.

Holz nach dem Schleifen reinigen: Fazit & Zusammenfassung

Nur, weil Sie den Schleifstaub nicht entfernen und das Holz nach dem Schleifen nicht oder zu wenig reinigen, geht die Welt nicht unter. Allerdings kann es ganz schön lästig sein, wenn Sie beim Anstreichen der Oberfläche draufkommen, dass sich Reste des Schleifgutes mit dem Lack bzw. der Farbe oder Lasur vermischt haben.

Ich schleife daher entweder mit einem Exzenterschleifer mit Absaugvorrichtung* oder sauge nach jedem Schleifschritt mit einem Staubsauger mit weicher Bürste ab. Dazwischen puste ich den Schleifstaub immer wieder vom Werkstück. Zudem vermeide ich es, in geschlossenen Räumen mit der Maschine zu schleifen.

Hier habe ich einen Exzenterschleifer mit Staubbox verlinkt, den ich selbst zu Hause habe und daher aus erster Hand über sehr gute Erfahrungen mit diesem Modell berichten kann:

Makita BO5031 - Exzenterschleifer - 300 W, BO5031,...*
  • Produkttyp: Exzenterschleifer - 300 W - 125 mm

Letzte Aktualisierung: 30.09.2022, Bilder von amazon.de


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