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Ihr Ratgeber über das Schleifen

Schleifpapier: Unterschiedliche Arten und Möglichkeiten der Anwendung

Das wesentliche Utensil beim Schleifen ist zweifelsohne Schleifpapier. Mit diesem abrasiven „Werkzeug“ schaffen Sie es erst, dass von einem Werkstoff bzw. Material überhaupt etwas abgetragen (abgeschliffen) werden kann. Es kommt in der Praxis in unterschiedlicher Form vor, etwa als Rolle, als Blatt oder als Scheibe. In diesem Beitrag erfahren Sie alles über Schleifpapier, das ganz unterschiedliche Namen tragen kann, wie beispielsweise auch Sandpapier oder Schmirgelpapier.

Was ist Schleifpapier?

Diese Frage klingt banal, für jemanden, der noch nie etwas geschliffen hat, ist sie allerdings mit Sicherheit berechtigt. Im Normalfall befindet sich Schleifpapier (unterschiedlicher Körnung und Art) in jeder gut bestückten Heimwerker-Werkstatt.

Es handelt sich dabei um ein Hilfsmittel zur abrasiven (abtragenden) Bearbeitung von Oberflächen. Wenn Sie einen Werkstoff schleifen, dient das Schleifpapier dazu, die Oberfläche in kleinen Schichten abzutragen. Außerdem ist es ein gutes Hilfsmittel, um beispielsweise Kanten abzuschrägen oder Kratzer in Holz und Metall auszubessern.

Schleifpapier ist unter verschiedenen Namen bekannt, wie zum Beispiel Schmirgelpapier, Sandpapier oder auch Glaspapier. Während früher das Abtragen tatsächlich mit Körnern aus Sand gemacht wurde, besteht Schleifpapier heutzutage vorwiegend aus synthetisch produzierten Materialien, wie zum Beispiel Aluminiumoxid (dazu unten mehr).

Auch die Varianten, in denen Sie heute Schleifpapier kaufen können, sind recht unterschiedlich. Es sind sehr viele Formen möglich, etwa als Rolle zum Herunterreißen, Bogen zum Herausschneiden oder mit Rückseiten aus Klett, um diese auf Schleifmaschinen zu fixieren.

Dem Grunde nach benutzt man Schleifpapier auf zwei unterschiedliche Arten: Entweder ganz klassisch händisch geführt (eventuell unter zu Hilfenahme einer Schleifhilfe) oder mit einem Schleifgerät, wie etwa einem Exzenterschleifer oder Bandschleifer.

Aufbau von Schleifpapier

Schleifpapier hat ganz unterschiedliche Formen und Körnungen. Die wichtigsten Parameter sind die Körnungsnummer, die Härte der Körnung und die Streuung.

Wie ist Schleifpapier aufgebaut?

Nicht uninteressant ist es zu wissen, wie Schleifpapier eigentlich aufgebaut ist. Es unterscheiden sich einzelne Arten – wenn überhaupt – nur gering voneinander. Sandpapier hat im Prinzip diese vier Hauptbestandteile (von unten nach oben):

  • Trägermaterial: Auf diesem thront der Aufbau des Schleifpapiers. Es ist das Medium, das die darüberliegenden Schichten trägt und besteht meist aus Papier, Vulkanfiber oder Leinen (Gewebe).
  • Grundbinder: In diesem Kleber werden später die Schleifkörner verankert. Meist handelt es sich dabei um Kunstharz oder Hautleim.
  • Schleifkörner: Die eigentlichen Stars des Schleifpapiers. Ohne sie geht nicht viel (Material ab). Sie stecken im Grundbinder.
  • Deckbinder: Dieser füllt den Zwischenraum zwischen den Körnern aus und überdeckt diese manchmal. Er dient als zusätzliche Stabilisierungsschichte.

Das Ganze habe ich in der nachfolgenden Abbildung noch verdeutlich. Hier finden Sie übrigens mehr zu diesem Thema und alles zum Aufbau von Schleifpapier.

Aufbau Schleifpapier

Idealisierte Darstellung des Aufbaues von Schleifpapier bestehend aus den Schleifkörnern, dem Deckbinder, dem Grundbinder und dem Trägermaterial.

Aus diesen Materialien kann Schleifpapier bestehen

Wie das bei sehr vielen anderen Werkzeugen auch ist, gibt es nicht DAS eine Schleifpapier, sondern unterschiedliche Materialien, aus dem es bestehen kann. Welches Material Sie brauchen, hängt in aller Regel davon ab, was Sie damit schleifen wollen:

Aluminiumoxid (Al2O3)

Dieses häufig auch als Körung bezeichnete Material für Schleifpapier wird sehr häufig benutzt und ist in der Regel für langspanende Werkstoffe wie Holz und Metall oder für eher weichere Materialen sehr gut geeignet. Sie sind – wenn Sie so wollene – ein kleiner Allrounder. Das Korn ist im Vergleich zu anderen Kornmaterialien sehr hart und zäh und erlaubt in der Regel einen höheren Anpressdruck. Gewonnen wird es aus Bauxit, die alternative Bezeichnung ist Korund.

Siliziumkarbid (SiC)

Dieses ebenfalls recht übliche Material für Körnungen bei Schleifpapier besteht zu etwa 60% aus Quarzsand und zu etwa 40% aus Kohlenstoff. Die kristalline Struktur ist sehr scharfkantig und hart, weshalb feste Abe Rauch fest-zähe Materialien mit diesem Schleifpapier bevorzugt geschliffen werden können – dazu zählen beispielswiese Stein, harte und kurzspanige Hölzer, Lack, NE-Metalle, Keramik, Porzellan, Gummi, Kunststoff oder auch Titan. Der Reibewiderstand ist sehr gut und der Schmelzpunkt hoch (darum eignet es sich hervorragend beim Einsatz in Schleifmaschinen, bei denen eben die Reibung meist relativ hoch ist). Auch Nassschleifpapier besteht häufig aus einem Besatz mit Siliziumkarbid. Bezeichnet wird es auch als Karborund.

Schleifpapier Aluminiumoxid

Schleifpapier aus Aluminiumoxid in unterschiedlichen Körnungen: Ein allseits beliebtes und häufig verwendetes Material beim Schleifen.

Diamant

Dabei handelt es sich um eine extrem harte und auch kostspieligere Form der Schleifpapier-Körnung (Diamanten sind das härteste bekannte Material). Die Wärmebeständigkeit ist aber nicht ganz so hoch, wie die anderer Schleifmittel – daher ist es nicht überall einsetzbar. Eingesetzt werden solche Schleifscheiben eher für spezielle Aufgaben beim Schleifen von HSS-Stahl, Hartmetall, Keramik oder auch Beton sowie gläsernen Oberflächen. Die Körnungen können sehr fein sein, weshalb sie auch sehr gerne beim Polieren und für das Finish bei Oberflächen herangezogen werden.

Bornitrit

Dabei handelt es sich um eine Verbindung von Bor und Stickstoff. Es ist fast so hart, wie Diamant und hält etwas höhere Temperaturen aus. Die Eignung besteht auch hier wiederum vorwiegend für Spezial-Schleifvorgänge, die üblicher Weise daheim nicht vorkommen. Die höher Hitzebeständigkeit erlaubt es aber, Bornitrit auch in Schleifmaschinen zu verwenden, bei denen hohe Reibung entsteht.

Was sagt die Körnungsnummer aus?

Die Körnungsnummer ist meiner Ansicht nach die wesentlichste Grundaussage zu einem Schleifpapier bzw. Schleifmittel. Sie gibt an, wie grob bzw. wie fein es ist, wobei niedrigere Nummern für gröberes Schleifpapier stehen. Ganz unten auf dieser Seite finden Sie eine Tabelle, bei der ich zwischen starren Schleifmitteln und flexiblen Schleifmitteln nach europäischer Norm unterschieden habe und das Ganze mit der japanischen Norm (JIS) vergleich habe.

Meist findet sich die Körnungsnummer auf der Rückseite, manchmal in Kombination mit einem Buchstaben, zum Beispiel P220, K320 oder 80. Festzustellen, wie fein ein Schleifpapier ohne Angabe der Nummer hat, ist schwierig. Mit den Fingerkuppen können Sie zwar ertasten, ob das Papier grundsätzlich grob oder fein ist – allerdings, ob es sich nun um eine Körnung von 220 oder 240 handelt, wird so kaum herauszufinden sein.

Merken Sie sich einfach nur, dass die Angabe der Körnungsnummer bei Schleifmitteln (meiner Ansicht nach) die wesentlichste darstellt. Im nachfolgenden Bild ein Beispiel für Ihren Standort (meist auf der Rückseite):

Trockenschleifpapier Körnung

Bei Schleifpapier wird die Körnungsnummer in der Regel auf der Rückseite abgedruckt – und zwar so, dass nach dem Herunterschneiden von (kleineren) Stücken oder Streifen die Zahl noch zu sehen ist.

Was ist sie Streuung bei einem Schleifpapier?

Neben der Körnung ist die Streuung ein wesentliches Merkmal von Schleifpapier. Diese gibt an, wie viele Schleifkörner es pro Flächeneinheit auf dem Papier gibt. Dabei wird grundsätzlich zwischen drei Zuständen unterschieden:

  • Offene Streuung: Bei dieser Streuung ist etwa nur die Hälft bis zwei Drittel (50- bis 70 %) der Oberfläche des Schleifpapiers mit Schleifkörnern besetzt. Zwischen diesen ist also viel Platz. Die meisten grobkörnigen Schleifpapiere sind offen gestreut. Der Vorteil der offenen Streuung liegt im guten Abtransport von Schleifgut, weil eben viel Platz ist. Besonders sehr weiches Holz (Nadelhölzer) oder zäh(flüssige) Materialien können so besser geschliffen werden.
  • Halboffene Streuung: Hier sind etwa 70- bis 80 % des Schleifpapiers mit Körnungen bedeckt. Auch hier erfolgt eine moderate Abfuhr von Schleifgut und mit dieser Streuung können Sie Lacke, Kunststoffe oder harte Hölzer besonders gut bearbeiten.
  • Geschlossene Streuung: Nahezu 100 % der Schleifpapier-Fläche sind hier mit Schleifkörnern belegt. Klarerweise handelt es sich dabei in der Regel um feine Körnungen, bei denen nur mehr wenig Material abtransportiert werden muss. Das Papier ist dadurch auch sehr lange haltbar. Im Prinzip werden mit solcher Streuung bevorzugt sehr harte Materialien geschliffen, wie zum Beispiel Metalle.

Entsprechend Der DIN 69100 (aktueller Stand) bedeutet eine Streuung von 9 (neun) eine sehr offene und eine Streuung von 0 (null) eine sehr dichte Streuung. In aller Regel kann man sich merken, dass eine offene Streuung eher mit einer groben Körnung einhergeht, während eine dichte/geschlossene Streuung eher aus einer feinen Körnung besteht.

Je weiter die Körner auseinanderliegen (also je offener die Streuung), desto tiefer dringt diese in das Material ein – was auch klar ist, da der Druck über eine kleinere Fläche verteilt wird. Diese Streuung ist daher etwas aggressiver und erzeugt bei Unachtsamkeit mitunter tiefe Kerben und Rillen.

Schleifpapier Streuung

Die unterschiedlichen Arten der Streuung in einer Skizze. Meist gehen Streuung und Körnung miteinander einher.

Wie kann man mit Schleifpapier schleifen?

An und für sich kann man aus meiner Sicht mit Schleifpapier auf zwei unterschiedlichen Arten schleifen: Einerseits mit einer Schleifmaschine und andererseits händisch, eventuell unter zu Hilfenahme einer Schleifhilfe.

Schleifpapier für das händische Schleifen

Das Schleifen mit der Hand bietet einige Vorteile:

  • stromloses Arbeiten und daher relativ flexibel
  • mehr Gefühl, weil keine Maschine zwischen Werkstück und Hand liegt
  • gut geeignet für verwinkelte Formen und kleine Flächen
  • preiswert

Natürlich ist es aber auf der Gegenseite sehr anstrengend und verlangt eine Menge Ausdauer. Große Flächen sind daher händisch kaum zu bewerkstelligen. Wenn ich mit der Hand schleife, dann nehmen ich meistens eine Unterstützung. Das kann entweder ein Schleifklotz oder eine Schleifhilfe sein. Schleifpapier kann in unterschiedlicher Form zur Verfügung stehen:

  • Rolle: Schleifpapier in Rollenform ist recht praktisch. Dieses kann nach und nach abgeschnitten bzw. abgerissen werden und aufgrund der Rollen form auch gut verstaut werden.
  • Bogen: Ein Bogen hat den Vorteil, dass Sie das Schleifpapier sowohl der Länge als auch der Breite nach so abschneiden können, wie Sie es brauchen. Zudem ist er praktisch, wenn Sie von vorneherein wissen, dass Sie nur geringe Mengen Schleifpapier brauchen.
  • Schleifschwamm: Dabei handelt es sich um einen schwammähnlichen Klotz, der in der entsprechenden Körnung (fein, mittel, grob, etc.) vorgefertigt ist und auch sehr gut in der Hand liegt. Er eignet sich auch sehr gut, um beispielsweise Kanten mit der Hand zu brechen.
  • Schleifhilfe mit Streifen: Es gibt Kombi-Sets von Schleifhilfen mit Klemmvorrichtungen, die eine gewisse Größe des Schleifpapiers brauchen. Meist ist Schleifpapier in genau dieser Größe bei so einem Set dabei.
  • Schleifvlies: Auch das ist ein praktisches Schleifutensil. Es ist biegsam und kommt somit in so gut, wie jede Ecke. Auch Rundungen und Falze können damit bedient werden. In erster Linie wird es verwendet zum Abschleifen von Verunreinigungen, Mattieren und Polieren.

Einen Schleifklotz können Sie übrigens auch selber machen – ein Stück Restholz reicht dafür. Ich habe zusätzlich eine Schicht Kork darauf geklebt, was aber in Wirklichkeit gar nicht erforderlich ist. So ein Klotz ist ziemlich praktisch, preiswert und liegt gut in der Hand – eine echte Unterstützung beim Schleifen.

Schleifklotz

Einen Schleifklotz als Unterstützung beim händischen Schleifen können Sie sehr einfach auch selbst herstellen. Es reicht in der Regel ein handliches Reststück aus Holz oder Kork.

Schleifpapier für die Maschine

Wer viel Schleifen muss, wird über eine Schleifmaschine nicht hinauskommen. Dabei handelt es sich um Geräte mit ganz unterschiedlichen Zielen und Einsatzzwecken, die in vielen Fällen speziell zugeschnittene Schleifpapiere und Schleifscheiben haben, sodass ein Schleifen damit erst möglich wird. Die bekanntesten Maschinen sind:

  • Winkelschleifer: Das Schleifpapier dafür kann ganz unterschiedlich ausfallen. Neben Schruppscheiben und Fächerscheiben, die Sie direkt einspannen, gibt es auch spezielle Aufsätze mit Klett (hier dazu mehr: Schleifpapier Klett hält nicht), auf die Sie dünne Schleifscheiben, etwa aus Aluminiumoxid, anhaften können. Achten Sie darauf, dass diese auf der Hinterseite auch eine Klettmöglichkeit haben.
  • Exzenterschleifer: Dieses Gerät dreht sich und rotiert. Die Schleifscheiben können Sie unten auf einen Klettverschluss anhaften und diese haben Löcher. Sie sorgen dafür, dass der Schleifstaub abgesaugt werden kann, wenn der Schleifer überhaupt mit so einer Möglichkeit (Absaugung) ausgestattet ist (siehe Bild unten).
  • Deltaschleifer: Mit ihm kommen Sie in so gut wie jede Ecke. Sie brauchen dafür aber spezielle Schleifscheiben, die von der Form her an ein Bügeleisen erinnern, damit Sie ihn auch verwenden können.
  • Bandschleifer: Wenn Sie ihn benutzen, kommen Sie schnell voran und können große Flächen gut bezwingen. Sie benötigen für den Bandschleifer spezielle Schleifbänder, die zwischen die beiden rotierenden Rollen eingelegt werden. Diese brauchen natürlich auch die korrekte Länge.

Alles in allem muss ich sagen, dass das maschinelle Vorgehen natürlich ebenfalls viele Vorteile hat:

  • schneller Schleiffortschritt
  • bequemes, kraftsparendes Arbeiten
  • oft regelmäßigeres und schöneres Endergebnis
  • sehr effizient und individuell

Ich arbeite mal so, mal so und mache es davon abhängig, wie groß die Fläche ist, was gerade zur Verfügung steht und wieviel Zeit ich habe. Natürlich ist klar: Mehrere Quadratmeter würde ich niemals mit der Hand schleifen, maximal als Ergänzung (zum Beispiel die Oberfläche mit der Maschine, die Kanten mit der Hand).

Schleifpapier für Exzenterschleifer

Der Exzenterschleifer hat unten Löcher, die auch die Schleifscheibe hat. Sie müssen nur die Scheibe passgenau auf das Gerät aufsetzen, sodass Schleifstaub auch abgesaugt werden kann.

Wann sollte man das Schleifpapier wechseln?

Egal, ob händisch oder maschinell – es gibt ein paar Indizien bzw. Anzeichen dafür, dass Sie das Schleifpapier wechseln sollten. Hier die aus meiner Sicht fünf sichtigsten:

  • Das Schleifpapier hat sich abgenutzt
  • Sie haben das falsche Schleifpapier benutzt
  • Die Zwischenräume am Schleifpapier sind zersetzt/verschmiert
  • Sie schleifen NE-Metalle nach einem eisenhaltigen Metall (hier mehr dazu: Metall Schleifpapier für Holz verwenden)
  • Es soll eine Holzoberfläche nach dem Wässern geschliffen werden

Wahrscheinlich gibt es noch eine Reihe anderer Gründe – fakt ist aber, den Wechsel eines abgenutzten Schleifpapiers zu verabsäumen kann einerseits das Schleifgerät und andererseits die Oberfläche negativ beeinträchtigen.

Heutzutage werden die meisten Papiere mittels Kletthaftung befestigt oder mit wenigen Handgriffen eingespannt. Das geht an und für sich sehr rasch und effizient. Lesen Sie hier alles Weitere über dieses Thema: Schleifpapier wechseln.

Abgenutztes Schleifpapier tauschen

Abgenutztes Schleifpapier sollten Sie – vor allem, wenn Sie es in einer Schleifmaschine benutzen – möglichst zeitnahe tauschen.

Wie kann man Schleifpapier schneiden?

Schleifpapier richtig bzw. in der richtigen Länge abzuschneiden ist eine wichtige Sache. Ich verwende dazu eine der drei nachfolgenden Methoden:

  • Schneiden mit der Schere
  • Trennen mit dem Cuttermesser
  • Abreißen über eine Kante

Ich selbst schneide es meist mit der Schere, weil ich das für sehr effizient halte und dabei die Schere auch noch ein wenig geschliffen wird. Gerade bei gröberen Körnungen ist das aber oft etwas schwierig, weshalb ich auf das Cuttermesser ausweiche. Steht beides nicht zur Verfügung, reiße ich es einfach über eine Tischkante. Hier erfahren Sie alles über diese drei Optionen im Detail: Schleifpapier schneiden.

Schleifpapier mit Schere schneiden

So schneiden Sie in wenigen einfachen Schritten das Schleifpapier mit einer Schere zurecht: 1.) Messen und Markieren – 2.) Schneiden – 3.) Falten – 4.) Anlegen an die Schleifhilfe.

Was ist beim Einspannen von Schleifpapier zu beachten?

Nun, aus meiner Sicht ist die wichtigste Sache beim Einspannen von Schleifpapier, dass es satt und ohne Luftraum an der Schleifplatte anliegt (das ist die Grundplatte, über die der Druck auf das Papier ausgeübt wird). Das ist deswegen wichtig, weil ansonsten das Schleifen selbst recht ineffizient und schwierig ist.

Üblicherweise gibt es Spannvorrichtungen bei folgenden Schleifgeräten:

  • Händische Schleifhilfen
  • Schwingschleifer
  • Bandschleifer

In anderen Geräten gibt es eigentlich lediglich die Möglichkeit der Kletthaftung (Exzenterschleifer) oder es werden Schleifscheiben benutzt (Winkelschleifer). In diesem Beitrag habe ich im Detail erklärt, wie Sie beim Einspannen der drei obgenannten Schleifgeräte vorgehen: Schleifpapier einspannen.

Schleifhilfe mit Schleifpapier eingespannt

Bei einer händischen Schleifhilfe wird das Schleifpapier meist vorne und hinten eingeklemmt bzw. eingespannt.

Kann man Schleifpapier reinigen?

In manchen Fällen können Sie auch Schleifpapier säubern. Wenn Sie allerdings schmierige Lacke geschliffen haben, die das Papier zusetzen, wird es eher nicht funktionieren. Die aus meiner Sicht vier bekanntesten Methoden sind:

  • Reinigungsgummi für Schleifpapier
  • Kunststoffknäuel mit Kreppband
  • Gummisohle/Gummimatte
  • Drahtbürste

Echt gut funktioniert allerdings meiner Meinung nach nur das Reinigen mit dem Reinigungsgummi (Reinigungsstein). Dabei handelt es sich um einen Block aus Hartgummi/Kautschuk, der gegen das laufende Schleifband oder den laufenden Schleifteller mit Schleifpapier gehalten wird. Durch den Gummi wird anhaftender Schmutz entfernt. Hier habe ich das wichtigste dazu zusammengefasst: Schleifpapier reinigen.

Tabelle über die Körnungen nach FEPA P, FEPA F und JIS

Zum Abschluss habe ich hier noch eine Tabelle über die Körnung bei Schleifpapier für Sie, bei der ich die europäischen Standards für starre Schleifmittel /(FEPA F) und flexible Schleifmittel (FEPA P) mit derer aus der japanischen JIS-Norm verglichen habe. In den Spalten 2 und 4 finden Sie die Angaben der Korngrößen in µm (0,001 mm), die ich aber teilweise gerundet habe:

FEPA P
(Flexibel)
MICRON
(µm)
FEPA F
(Starr)
MICRON
(µm)
JIS
------F54125---
------F63460---
------F72900---
------F82460---
------F102085---
P121815F121765---
------F141470---
P161324F161230---
P201000F201040---
------F22885---
P24764F24745---
P30642F30625---
P36538F36525---
P40425F40438---
------F46370---
P50336F54310---
P60269F60260J60
------F70218---
P80201---------
------F80185---
P100162---------
------F90154---
P120125F100129J100
------F120109---
P150100---------
P18082F15082J150
P22068F18069J180
------F22058J220
------------J240
------------J280
P24059------J320
P28052F23053---
P32046------J360
------F24045---
P36041------J400
P40035F28037---
------------J500
P50030F32029J600
P60026---------
P80022F36023J700
P100018------J800
------F40017J1000
P120015---------
P150013F50013J1200
P200010---------
------F6009J1500
P25008------J2000
P30007---------
P50005---------
------F8007---
------F10005J3000
------F12003J4000
------F15002J6000
------F20001J8000

Weiterführende Beiträge

Hier finden Sie alle Tipps über Schleifpapier, die ich auf dieser Webseite veröffentlicht habe: