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Ihr Ratgeber über das Schleifen

Holz nach dem Schleifen entstauben: Darum ist es wichtig

Dass beim Holz schleifen Staub auftritt ist wahrscheinlich nichts Neues. Dieser Staub ist allerdings etwas lästig und kann auch gefährlich sein, wenn Sie ihn regelmäßig einatmen. Daher gelten für mich zwei wesentliche Grundsätze: Schleifstaub wann immer es geht vermeiden und diesen immer nach dem Schleifen ordentlich entfernen. Wie Sie Holz nach dem Schleifen entstauben und was Sie vorbeugend tun können, habe ich in diesem Beitrag zusammen gefasst.

Warum entsteht Schleifstaub?

Beim Bearbeiten von Holz mit einer Schleifscheibe, einem Schleifgerät oder mit der Hand entsteht mehr oder weniger Schleifstaub. Es kommt dabei natürlich darauf an, mit welcher Körnung und welcher Drehzahl Sie arbeiten.

Der Staub selber ist eine Kombination aus der verbrauchten (abgelösten) Körnung des Schleifmittels und dem Holz, dass durch die Bearbeitung abgelöst wird. Dieser Staub schwirrt um das Werkstück herum, legt sich auf Boden, Kästen, etc. und auch auf dem Werkstück selbst ab.

Das mag fürs Erste nicht weiter tragisch sein, allerdings ergeben sich dadurch einige negative Aspekte:

  • Die Umgebung verschmutzt zusehends
  • Das Schleifen ist weniger effizient, wenn das Werkstück voller Schleifstaub ist.
  • Sie sehen nicht genau wo Sie bereits was weggeschliffen haben.
  • Für die Atemwege ist es nicht besonders vorteilhaft, wenn Schleifstaub eingeatmet wird.
  • Schleifmaschinen haben es auch nicht gerne, wenn sich alles mit Staub zusetzt.
  • Schleifstaub kann nachfolgende Anstriche negativ beeinflussen (weil er drinnen kleben bleibt).
Schleifstaub auf Schleifmaschine

Bei den Lüftungsschlitzen legt sich Schleifstaub sehr gerne an und gelangt dort auch in die Schleifmaschinen.

Entstehung von Schleifstaub vorbeugen

Bevor ich mich dem Thema des Entfernens von Schleifstaub mache, möchte ich kurz auf die Möglichkeiten eingehen, die Sie haben, um Schleifstaub von vorneherein zu vermeiden bzw. zu minimieren (meiner Erfahrung nach ist die gänzliche Vermeidung kaum bzw. nur in wenigen Fällen möglich):

  • Schleifen im Freien: Das vermindert zwar den auftretenden Schleifstaub nicht wirklich aber Sie minimieren Ihre eigene Staubbelastung. Daher schleife ich immer dann, wenn das möglich ist, im Freien. Muss ich in geschlossenen Räumen arbeiten, achte ich darauf, zumindest Fenster und Türen zu öffnen.
  • Holz nass schleifen: Das ist meiner Erfahrung nach eine der besten Optionen, um auftretenden Schleifstaub zu vermeiden. Durch das Verwenden eines Nassschleifpapiers (nicht jedes Schleifpapier ist dazu geeignet!) entsteht eine Paste aus Wasser und Schleifstaub – es staubt dabei im Regelfall nicht.
  • Absaugung benutzen: Auch so können Sie sinnvoll und effizient Staub vermeiden. Je besser und größer die Absaugung, desto mehr Staub nimmt sie dabei auf. Allerdings kann schon eine einfache Staubfangbox ausreichen, um ein wenig Schleifstaub erst nicht in die Umgebung kommen zu lassen. Sehen Sie sich beispielsweise auch diese Absauganlage* an.

Zudem bin ich immer darauf bedacht, eine entsprechende Staubmaske zu tragen. Zu viel Feinstaub in der Lunge kann negative gesundheitliche Auswirkungen nach sich ziehen, weshalb ich immer eine benutze.

Staubfangbox

Eine Staubfangbox kann gewisse Mengen an Schleifstaub aufnehmen und so die Belastung in der Umgebung minimieren.

Holz nach dem Schleifen entstauben: Diese Optionen haben Sie

Hier die zwei aus meiner Sicht gängigsten Optionen, die Sie haben, um Holz nach dem Schleifen zu entstauben (und weiter unten zwei Methoden, die auch möglich sind, die ich aber für problematisch halte):

Bürste/Besen

Das Abbürsten ist mir die allerliebste Methode. Eine Bürste ist schnell zur Hand und der Staub gleich weg. Einziges Problem: Dieser wird auf die Umgebung verteilt, was wiederum dazu führt, dass er aufgewirbelt wird. Mit der richtigen Bürste wird das Werkstück aber sehr sauber.

Ich benutze entweder eine Bürste mit Kunststoffborsten (siehe Bild unten) oder – noch besser – eine alte Schuhbürste mit weichen Naturborsten. Bei beiden Typen hätte ich noch nie die Erfahrung gemacht, dass das Holz in irgendeiner Form mechanischen Schaden (Kratzer) nehmen würde.

Etwas anders sieht es hier allerdings bei Bürsten mit Metallborsten (Drahtbürste, Kupferbürste, etc.) aus. Solche Teile sind dezidiert nicht dazu da, um Staub von Holz zu entfernen – Sie würden mit Sicherheit die Oberfläche zerkratzen. Hier erfahren Sie übrigens, wie Sie Holz Ecken schleifen.

Schleifstaub abbürsten

Das Abbürsten mit Kunststoff- oder Naturhaarbürsten geht naturgemäß am einfachsten und schnellsten.

Staubsauger

Wollen Sie den Schleifstaub ohne Umschweife gleich entfernen, bleibt Ihnen als beste Option der Staubsauger. Dieser saugt den Staub weg, ohne ihn zu verteilen. Wichtig dabei ist einen Aufsatz mit (weichen) Borsten zu benutzen und nicht mit Metall oder Kunststoff direkt auf der Holzoberfläche zu saugen.

Außerdem kann der Sauger gleich in einem Zug auch den beim Schleifen entstandenen Umgebungsstaub wegsaugen. Dann ist wieder alles sauber. Für eine Werkstatt sollten Sie sich allerdings einen eigenen Sauger zulegen, der an Ort und Stelle verbleibt. Alternativ dazu könnten Sie es auch mit einer Absauganlage* für diverse Kleingeräte probieren.

Staubsauger

Zwei Bürstenaufsätze für den Staubsauger: Links gerade noch akzeptabel, rechts ideal mit langen und weichen Borsten.

Kritisch: Wegblasen und mit der Hand abwischen

Sie können auch ganz ohne Hilfsmittel vorgehen – das mache ich auch immer wieder. Ich möchte hier nur auf zwei Dinge aufmerksam machen, die diese Vorgangsweise unter Umständen problematisch erscheinen lassen:

Beim Wegblasen wischen Sie den Staub nicht nur in die Umgebung, Sie verteilen ihn in der Luft – und das alles in Gesichtsnähe. Tragen Sie keine Staubmaske, atmen Sie eventuell viel davon ein.

Das Abwischen mit der bloßen Handfläche ist ebenfalls beliebt – allerdings kann es hier ganz leicht passieren, dass Sie sich einen Schiefer einziehen. Auch, wenn es nicht oft vorkommt – je öfter Sie mit der nackten Hand über das Holz wischen, desto eher die Wahrscheinlichkeit, dass es einmal passiert.

Holz nach dem Schleifen entstauben: Fazit

Das Entstauben von Holz nach dem Schleifen ist eine wichtige Sache, die Sie unbedingt durchführen sollten. Auch zwischen verschiedenen Schleifdurchgängen ist es wichtig, dass das Holz sauber ist. Sie entgehen dadurch auch späteren Mängeln, weil zum Beispiel Staub im Anstrich hängen bleibt.

Es gibt zwei sehr gute Methoden, nämlich das Abbürsten und das Absaugen. Weitere Optionen sind das Wegwischen mit der Hand oder das Wegblasen – beides mit gewissen Problemen verbunden. Am besten ist es überhaupt, Staub entsteht erst gar nicht. Das können Sie mit einer Absaugung* oder dem Nassschleifen erreichen.

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